Nach zwei Jahren ohne Haarefärben erreichte ich endlich meine natürliche Farbe. Und natürlich war genau dann das Bedürfnis da, etwas zu verändern. Ich ging tief – Karamellblond, Bronde, jede TikTok-Theorie und Honigton-Obsession. Es war nicht leicht zu verstehen, was ich wirklich mochte, denn bei anderen sah alles fantastisch aus.
Aber dann wurde mir klar: Diese warmen, honigfarbenen Töne ergeben für mich keinen Sinn. Ich verstehe, warum sie überall sind – sie wirken weich, schmeichelhaft und zeitlos statt laut.
Mein eigentliches Vorbild war jedoch nicht TikTok oder Instagram. Es war der Laufsteg. Die letzten Shows drehten sich alle um langes Haar, super unordentlich, sonnengeküsst und natürlich – Farbe, die lebendig aussieht, nicht gemacht. Als wäre sie vom Sonnenlicht geprägt, nicht vom Friseurbesuch.



Also wurde die Frage: Sind wir alle Opfer von Techniken? Wiederholen wir immer dieselben Formeln, bis am Ende alle die gleichen Highlights haben?
Ich glaube, es ist möglich, Licht ins Haar zu bringen, ohne die Individualität zu verlieren. Helligkeit muss nicht Kontrast bedeuten. Farbe muss nicht gemacht aussehen. Das modernste Haar fühlt sich gerade lang, unordentlich, warm und natürlich an – vom Sonnenlicht geprägt, nicht von einem Trend.
